Bericht Herbstwanderfahrt 2018

Herbstwanderfahrt 2018

Das „schönschte Land in Deutschlands Gau`n“ ist, viel besungen, bekanntlich das Badnerland und das schönste Ruderrevier liegt, alternativlos, zwischen Neckarelz und Heidelberg. Auch deshalb  ist dies beim RCN seit Jahren immer wieder Anlass, zum Ende der Rudersaison noch einmal Abschied von der begnadet schönen Hausstrecke zu nehmen. Schön, dass dabei die Taufe einer weiteren Wanderrudererin möglich geworden ist, die wir aber, situationsbedingt, auf „neue Rechnung“ vortragen.

In diesem Jahr bot sich dafür ein doppelter Brückentag vor dem Tag der deutsche Einheit an und das Wetter versprach, einigermaßen mitzuspielen. Als Seiteneinsteiger vom Karlsruher Hafenrevier durfte ich mich am zweiten Tag pünktlich in Hirschhorn an der Schleuse melden. Die Strecke im Einzelnen ein weiteres Mal zu beschreiben wäre müßig, nur so viel, dass sich in Neckarsteinach (erster Platzwechsel) im 1. OG der Touristeninformation ein beheizter „Erfrischungsraum“ befindet und dass der Mündungsbereich der Elsenz ein idealer Platz für die Mittagspause war – naher Campingplatz mit „full-service“ und der Straßenbrücke, unter der man Schutz hätte finden können.

Die zweite Etappe zur RGH hatte es dann aber richtig in sich. Auch wenn es den ganzen Tag nie richtig geregnet hatte, stieg die gefühlte Luftfeuchtigkeit auf 100% und nach der letzten Flusskrümmung bei Ziegelhausen entwickelte sich die Landschaft zu einem trichterförmigen Windkanal mit Wellen wie damals, - wer dabei war, erinnert sich -, auf dem Bodensee. Jedenfalls bauten sich bereits die ersten kleinen Schaumkronen auf. Wir waren deshalb doch sehr, sehr dankbar, dass der Schleusenwärter der letzten Schleuse schon mindestens 500m vor seinem Herrschaftsbereich durch grünes Licht signalisierte, dass wir zügig in die windgeschützte Schleuse einfahren durften. Ein Festmachen im Wartebereich wäre wegen des starken Wind- und Wellendrucks ein schwieriges Unterfangen geworden. Nicht zu vergessen den kleinen Lerneffekt an der Schleuse zuvor: Manchmal, nicht immer, können 45 Minuten Wartezeit immer noch kürzer sein als zweimaliges Umtragen. Die formlose Überreichung der traditionell-unvermeidlichen Hanutastange im Hof der RGH besiegelte den Abschluss einer schönen und ein bisschen auch denkwürdigen Wanderfahrt

Leider ist Helga Baur noch immer schulpflichtig und keiner war in Sicht, der ihr eine Entschuldigung für diese Wanderfahrt geschrieben hätte. Deshalb obliegt es wiederum mir, dem Ebo gute Besserung zu wünschen und sowohl Werner als auch Hanns für ihre unverzichtbaren Beiträge zu diesen beiden Tagen sehr herzlich zu danken.

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